Crossing Europe – Ein Festival, das Brücken baut

Kultur & Events
Valentina Weiss / 29.04.2019
Youth Reporter Crossing Europe

Im Foyer des offenen Kulturhauses Oberösterreich in Linz sitzt eine deutsche Filmemacherin mit einer österreichischen Journalistin. Die Filmemacherin spricht in ein Mikro über ihren neuesten Film. Auf der anderen Seite des Raumes trifft gerade ein niederländisches Paar ein und spricht auf Englisch mit einem jungen Angestellten über Filme, die sie sehen wollen. Ein paar Räume weiter, schräg über den Hof hinweg öffnet das Moviemento-Kino gerade seine Pforten. An der Kassa wartet ein älterer Herr. Er möchte einen Film sehen. Hinter ihm steht ein Mädchen mit einem Presseausweis. Nervös laufen ihre Augen über einen Zettel in ihrer Hand, auf dem verschiedene Locations mit verschiedenen Zeitangaben stehen. Nun ist sie an der Reihe. Sie sagt, welchen Film sie sehen möchte, schwenkt ihren Presseausweis und fügt hinzu: „… und ich bin…“

„Akkreditiert!“, ergänzt die Ticketverkäuferin und gibt der jungen Journalistin ihre Kinokarte.

Diese junge Journalistin bin ich. Ich war auf dem Filmfestival Crossing Europe in Linz. Linz, eine Stadt, in die man sonst vielleicht nicht kommt, wird gerade zum Mittelpunkt zahlreicher FilmliebhaberInnen. Filmfreaks und FilmemacherInnen sind aber nicht die einzigen, denen das Festival gefallen könnte.

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Crossing Europe verknüpft Dänemark mit Russland und Deutschland mit der Schweiz. Es verbindet Religion mit Liebe, Politik mit Rassismus. Es regt zum Nachdenken und Meinungsbilden an. Es eröffnet kritisch, kreativ den Weg zu  den kontroversesten Themen der heutigen Zeit und der Vergangenheit. Seit 2004 findet das Festival in Linz statt und verbucht wie jedes Jahr wieder zahlreiche BesucherInnen aus aller Welt. Kein Wunder, denn das Angebot ist schier endlos. 160 verschiedene Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme werden in 3 verschiedenen Kinos über 6 Tage hinweg gezeigt. Da ist für jede/n etwas dabei. Das Programm ist weit gefächert und spricht die verschiedensten Gemüter an. Du denkst, du hast zu Religion, Wissenschaft, Putin oder Liebe keine Meinung? Nach dem Ansehen der Filme wird sich das schlagartig ändern.

Doch auch wenn man einmal nicht in einem dunklen Kinosaal sitzen möchte, gibt es ein breites Programm für die FestivalbesucherInnen. Am OK – Deck, am wohl höchsten Punkt des Festivals, treffen Filmschaffende auf Filmliebende. Geladene und spontane Gäste. Zum Meinungsaustausch und zur Inspiration.

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Am Abend runden dann noch Band und DJ das Festival ab und machen ein letztes Mal Stimmung. Für diesen Tag. Denn schon morgen geht es munter weiter. Und Übermorgen ist noch immer nicht Schluss.  Und Überübermorgen auch nicht. Du Überüberübermorgen auch nicht. Bis Mittwoch kann man noch Linzer Festivalluft schnuppern, Interviews lauschen und natürlich Filme schauen. Also rein in den Zug und schnell auf nach Linz! Es wird sich lohnen!

Das ist dir diese Woche zu spontan? Keine Angst, denn das Crossing Europe Festival 2020 kommt bestimmt. Und vielleicht auch mit Dir als begeisterten Gast.

Hier geht's zum 2. Bericht über das Crossing Europe von Valentina Weiss.

Crossing Europe Wand
OK oben
City Kino Linz

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Jugendportal.at wurde zuletzt am 25.06.2019 bearbeitet.

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