Was eine 18-jährige zum Film „Siebzehn“ sagt

Kultur & Events
Julia Wendy / 04.05.2017
(c) Youth Reporter

Seit voriger Woche ist der neue Film „Siebzehn“ in den österreichischen Kinos. Ich hatte das Glück, an einer Pressevorführung teilnehmen zu dürfen und kann euch somit schon jetzt einige Einblicke in dem Film geben.

Die 17-jährige Paula lebt gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrem Vater, welcher geistig behindert ist, in einem kleinen Dorf in Niederösterreich. Sie ist nicht nur eine sehr gute Schülerin, sondern auch durchwegs attraktiv. So kommt es, dass nicht nur Tim ständig versucht mit ihr zu flirten, sondern auch andere Männer in ihrer Gegenwart in Verlegenheit geraten. Doch für Paula gibt es da auch noch Klassenkameradin Charlotte, die allerdings mit Michael liiert ist…

Abgesehen von ihrem turbulenten Liebesleben wirkt Paulas Geschichte normal, fast zu normal um einen Film darüber zu drehen. Die Dialoge der Teenager sind in Umgangssprache gefasst und viele könnten inhaltlich auch von mir und meinen Freundinnen stammen. Allzu viel geredet wird in „Siebzehn“ allerdings nicht. Regisseurin Monja Art legt mehr Wert auf romantische Szenen, von denen es genug gibt, und den Ausdruck von Gefühlen. Während vergleichbare Filme meist in der Großstadt spielen, vermittelt dieser ein ziemlich realistisches Bild von einer Jugendzeit am Land. Von der einzigen Disco, in der man alle trifft, über erste Versuche Auto zu fahren auf den Feldwegen bis hin zu der Frage, ob man denn wirklich sein ganzes Leben in einem kleinen Dorf verbringen möchte – das alles wirkt realitätsnah. Ich wohne selbst in einem Dorf und kann so nicht nur die verbundenen Gedanken der Jugendlichen in Bezug auf ihre Zukunft gut nachvollziehen, sondern auch deren Begeisterung, wenn einmal eine richtig coole Veranstaltung nicht in der Stadt, sondern im Nebenort stattfindet.
Besonders dem Talent der jungen SchauspielerInnen ist es zu verdanken, dass das Publikum gerade von den Szenen ohne Text in den Bann gezogen wird. Hauptdarstellerin Elisabeth Wabitsch hat zu Recht schon einen Preis als beste Nachwuchsschauspielerin entgegen genommen.

Alles in allem gibt es in „Siebzehn“ zwar wenig Action, dafür umso mehr Gefühle und ich würde den Film als sehenswert bezeichnen.

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Jugendportal.at wurde zuletzt am 25.06.2019 bearbeitet.

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