Promotion für die Volleyball-EM

Leben
Katharina Haselbacher / 29.05.2019
Volleyball-Nationalteam der Herren - Gruppenbild in der Turnhalle

Das österreichische Volleyball-Nationalteam der Herren hat sich erstmals aus eigener Kraft für die Europameisterschaft qualifiziert. Anlässlich dieses Ereignisses fand am Dienstag, dem 21. Mai, ein ORF-Dreh mit dem Team in der Sporthalle des Wiener Turnvereines statt. Der von Karoline Zobernig gestaltete Beitrag wird auf ORF 1 in der Sendung „Sport am Sonntag“ veröffentlicht und dient auch als Promotion für die EM. Ich hatte die Ehre beim Drehtag zu helfen und mit den Sportlern das eine oder andere Interview zu führen.

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Die Qualifikationsspiele im Jänner und August waren ein „Glück im Unglück“. Trotz einiger Spielerausfälle, unter anderem von Alex Berger und Paul Buchegger, haben sie es mit einem Sieg von 3:1 zum historischen Erfolg geschafft.

Buchegger hat sich im letzten Qualifikationsspiel im August den Meniskus gerissen und konnte fünf Monate nicht spielen. Nach einer langen Kur ist er Ende Jänner wieder topfit in die Mannschaft eingestiegen. Für ihn ist es bei den Herren das erste Großspiel. Bei den Junioren hat er bereits im Hallenvolleyball bei einer EM gespielt und im Beachvolleyball bei einer EM und WM. „Für mich war aber von Anfang an klar, dass ich Hallenvolleyball spielen will.“

„Im Zuge der Qualifikationsphase war die große Challenge, dass wir immer wieder in neuen Konstellationen aufgrund diverser Verletzungen auftreten mussten. Doch wir haben es immer geschafft ein kompaktes Team mit den fitten Spielern aufzustellen und haben die sechs Spiele immer stabil und kompakt gemeistert“, so Trainer Michael Warm.

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Die Volleyball-Herren treffen von 12. bis 29. September im Pool B auf die Länder Belgien, Deutschland, Serbien, Slowakei sowie auf Spanien. Gespielt wird in Brüssel und Antwerpen, die Top vier steigen ins Achtelfinale auf. „Mein Nationalteam Debüt war das Qualifikationsspiel in Graz mit heimischem Publikum vor 3000 Leuten. Ich habe es sehr genossen und es wird mir noch ewig in Erinnerung bleiben“, so der Steirer Maximilian Landfahrer.

Michael Warm betreut zum 10. Mal eine Europameisterschaft. „Die zwei ganz großen Haie in unserer Gruppe sind Serbien, da sie vor einigen Jahren Olympiasieger wurden, sowie Deutschland, da sie in der letzten EM den 2. Platz und in der WM den 3. Platz belegt haben. Auch Belgien ist super gefährlich und unter den Top 10 der Welt.“ Die zwei wichtigsten Spiele werden gegen die Slowakei und gegen Spanien sein.

Die Trainingspläne für die EM stehen bereits fest: körperliches Training, Testspiele und lange Trainingslager bis zur Europameisterschaft.

Die Ziele für alle sind klar: „Soweit wie möglich in der EM zu kommen und natürlich immer besser werden!“

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Glaubst du die Nachwuchsmannschaften werden gut gefördert?

PHILIPP KROISS: Ja, da in den letzten 10 Jahren sehr viel weitergegangen ist. Seit Michael Warm hier ist und Gottfried Rath der Sportdirektor ist, haben sich viele Strukturen, unter anderem auch in den Akademien geändert.

Wie sieht es mit der Nervosität vor einem Spiel aus?

ANTON MENNER: Ich bin nicht mehr so nervös wie vor 3 Jahren. Natürlich ist man vor spannenden Spielen nervöser, jedoch ist es keine Nervosität, welche mich einschränkt, sondern die mich motiviert.

ALEXANDER BERGER: Wenn du nicht mehr in einer gewissen Art und Weise aufgeregt bist, dann ist es ein Zeichen, dass es dich nicht mehr berührt. Wenn das der Fall wäre, dann kann man die Leistungen nicht zu 150% erreichen!

Wirst du auf der Straße erkannt?

ANTON MENNER: In Volleyballkreisen schon, sonst nicht. Leider hat Volleyball noch eine zu geringe mediale Präsenz, dass man angeredet und erkannt werden kann.

ALEXANDER BERGER: In Italien mittlerweile schon, da Volleyball dort schon sehr präsent ist. Vor allem in Perugia, wo ich war, sind Stars von der ganzen Welt.

Findest du es schade, dass du in Österreich nicht erkannt wirst?

ALEXANDER BERGER: Ich sehe es positiv und negativ. Es ist schade, dass der Sport in Österreich noch nicht so groß präsent ist. Positiv ist, dass man seine Ruhe hat.

 

Weitere Infos:

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    Jugendportal.at wurde zuletzt am 15.10.2019 bearbeitet.

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